E.T.A.-Hoffmann-Projekt / Teil 1
Im Kalenderjahr 2002 beginnt das pianopianissimo musiktheater mit einem großen E.T.A.-Hoffmann-Projekt, welches das von internationalen Festivals, im Rundfunk und auch auf CD gefeierte Ensemble traditionsgemäß an seinem Gründungs-, Lieblings- und Hauptspielort einstudiert, in Pflaums Posthotel Pegnitz.

Im Mittelpunkt dieses Projekts steht die Uraufführung der von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann im Frühjahr 1807 in Warschau komponierten und im Sommer desselben Jahres in Berlin beendeten Oper »Liebe und Eifersucht«, frei nach Calderóns Lustspiel »Die Schärpe und die Blume«. Das Ensemble startet das Projekt mit der Oper »Heaven Ablaze In His Breast« der britischen Komponistin Judith Weir als deutsche und zugleich deutschsprachige Erstaufführung.

Die 1954 in Aberdeen geborene Komponistin hat sich mit ihren Opernstoffen nach Ludwig Thieck, Jeremias Gotthelf und E.T.A. Hoffmann als eine Spezialistin für deutsche Romantik erwiesen. Weirs Hoffmann-Oper ist eine sehr exakte Umsetzung von Hoffmanns Novelle »Der Sandmann« aus dessen »Nachtstücken«:

    Nathanael fühlt sich von Kindheit an bedroht von einem in seinem Elternhaus verkehrenden Advokaten Coppelius. Durch ein bedrohliches Märchen, das ihm das Kindermädchen erzählt, setzt er ihn gleich mit dem gefährlichen Sandmann, der Kindern, die nicht schlafen wollen, die Augen aushackt. Tatsächlich stirbt Nathanaels Vater bei einem der Experimente, die er gemeinsam mit Coppelius ausführt. Die fixe Idee lässt Nathanael nicht mehr los und belastet seine Liebe zur bodenständigen Klara. An der Universität verliebt sich Nathanael in die geheimnisvolle Tochter Olimpia seines Professors Spalanzani. Als Barometer- und Brillenhändler Coppola tritt der Sandmann erneut in sein Leben; er verkauft Nathanael ein Teleskop, mit dem dieser Olimpia durch das Fenster beobachten kann. Olimpia singt und tanzt auf einem Fest, und während Skeptiker sie für einen Automaten halten, steigert sich Nathanaels Liebe so sehr, dass er seine Klara als »Automat« beschimpft. Das drohende Duell zwischen ihrem Bruder Lothar und Nathanael wird von Klara verhindert. Und nachdem Coppola die Tochter Spalanzanis zerstört, in Nathanaels Augen umgebracht hat, scheint sich Alles zum Guten zu wenden …

Im zweiten Teil des Abends erklingen dann — als veritable Uraufführung — Ausschnitte aus der Oper »Liebe und Eifersucht« , die auch szenisch und mit Orchester realisiert werden soll:

    Enrico steht zwischen den beiden Frauen Lisidia, die er liebt, und Cloris, die ihn liebt; seine Entscheidung vermag Enrico, der mit seinem Diener Ponlevi von einer Reise zurückgekehrt ist, der Dame seines Herzens nicht zu sagen, da sich auch der Herzog in seine Angebetete verliebt hat. Ponlevi versucht die Dienerinn Celia für die Pläne seines Herrn mit einzuspannen, aber auch er kann der Liebe nicht entgehen: Liebe und Eifersucht auf allen Seiten!

Die Inszenierung der von ihm übersetzten Oper von Judith Weir durch den Ensemble-Gründer und -Leiter Peter P. Pachl ist nicht dessen erste Begegnung mit einem Werk dieser Komponistin. Bereits bei den Rudolstädter Festspielen 1994 inszenierte er als deutsche Erstaufführung der Oper »Die schwarze Spinne«. Am sensationellen Erfolg dieser von Publikum und Medien begeistert aufgenommenen Produktion waren Frank Strobel als Dirigent und Günter Lang als Studienleiter und Pianist beteiligt. Auch Judith Weirs »Sandmann« dirigiert der — inzwischen international als Dirigent gefragte — Frank Strobel, der seine Laufbahn als musikalischer Leiter einst am pianopianissimo musiktheater begonnen hatte. Die musikalische Einstudierung und Begleitung am Klavier obliegt dem Präsidenten des pianopianissimo musiktheater Ensembles, Günter Lang.

Als Ausstatter konnte erstmals Peter Sykora gewonnen werden, dem Bayreuther Publikum bestens bekannt seit seinem faszinierenden Bühnenbild zu Harry Kupfers Inszenierung des »Fliegenden Holländer« (1978 — 1985), sowie durch zahlreiche internationale Ausstattungen, insbesondere der Inszenierungen von Götz Friedrich, u.a. des »Ring des Nibelungen« an der Deutschen Oper Berlin.

Neben einer Reihe von Sängerdarstellern, die das PPP-Stammpublikum schon aus diversen Aufführungen kennt — wie Rebecca Broberg, Johannes Föttinger und André Lexow — gibt es eine Reihe neuer Namen auf der Besetzungsliste.


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